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■ Der Hummelkasten: Nisthilfen für dicke Brummer!


HummelkastenAuch wenn so manch ein Mensch sie nicht mag oder gar große Angst vor ihnen hat. Hummeln tuen – solange man nicht wild nach ihnen schlägt – keiner Fliege etwas zuleide und tragen überdies genauso wie viele andere Insekten zum ökologischen Gleichgewicht bei. Wer nicht auf ein All-in-One-Insektenhaus beim Kauf zugreifen will, sondern eher die selektive Variante bevorzugt, ist mit einem Hummelhaus gut bedient. Auf dieser Seite finden Sie deshalb eine kleine Auswahl an spezifischen Nisthilfen für Hummeln.

 

Hummelhotel von Elmato
Hummelhaus aus Keramik
Nistquartier für Hummeln

 

Ein Hummelhaus: Wozu benötigt man dieses überhaupt?

Über die richtige Verwendung eines HummelhotelIm Gegensatz zu Wildbienen, haben Hummeln grundsätzlich einen eigenen „Hofstaat“. Das heißt im Klartext, dass es sich bei dieser Insektenart um eine Kolonie handelt. Es gibt keine Einzelgänger, sondern viele Hummeln im Verbund. Als Oberhaupt der Kolonie fungiert die Hummelkönigin. Diese gründet jedes Jahr im Frühjahr eine neue Kolonie und ist recht wählerisch bei der Auswahl der passenden Niststätte.

Weil sich der Mensch seinen Platz kulturell immer mehr zu eigen macht und dadurch oftmals in die freie Natur eingreift, gestaltet sich die Suche der Hummeln nach Nistplätzen immer komplizierter. Dieser Umstand kann als dramatisch bezeichnet werden, weil Hummeln zu den wichtigsten Bestäubern gehören. Das ganze Ökosystem profitiert von einem bis zu 18-stündigen Arbeitstag einer Hummel, weil diese in dieser Zeit bis zu 1000 Blüten anfliegt und die Vermehrung von Pflanzen maßgeblich fördert.

Ohne die Hilfe dieser fleißigen Insekten, würde ein großer Teil der menschlichen Obst- und Gemüseernte weitaus geringer ausfallen. Also macht der Kauf von einem Hummelkasten durchaus Sinn, weil Naturliebhaber auf diese Art und Weise einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Population leisten. Diese Hummel macht sich übrigens nichts aus gängiger Physik. Mit einer Flügelfläche von gerade einmal 0,7 Quadratzentimetern befördert sie ihr eigenes – im Verhältnis unglaublich hohes – Gewicht von 1,2 Gramm scheinbar spielerisch in die Höhe. Ein Wunder der Natur und wichtiger Helfer im Vorgang der Bestäubung. Die Hummel ist übrigens, am Rande erwähnt, durch das Naturschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland von der Art geschützt. Deshalb können Sie bei uns einen Hummelkasten kaufen!

Einen Hummelkasten selber bauen

Hummelkasten-Bauanleitung PDFSollten Sie mit dem Gedanken spielen, einen Hummelkasten selber zu bauen, müssen Sie im Vorfeld wissen, dass sich niemals unterschiedliche Hummelarten die selbe Heimat teilen. Grundsätzlich bevölkert also nur eine Rasse das Hummelhaus. Interessante und bei Hummeln beliebte Baumaterialien sind zum Beispiel:

  • Rindenholz
  • Steine
  • Sperrholz
  • Ton
  • Erde
  • Vertiefungen

Künstlich geschaffene Materialien, die in der Natur nicht vorkommen, wie Kunststoff und Eisen (Stahl), umgehen Hummeln eher. Sie sollten also nicht nur eine blanke Kunststoff-Box hinstellen und warten, dass die ersten Hummeln diesen Ort besiedeln.

Trotzdem sind die Tiere von der Behausung recht anspruchslos. Ein dunkler Schuhkarton kann unter Umständen schon ausreichen. Hier finden Sie mehr Infos über Hummeln.

 

Ein Hummelhaus sollte „beworben“ werden!

So kann man Hummeln anlockenWie oben schon angesprochen, sind Hummeln zwar nicht wählerisch bei der Behausung, aber der Standort sollte recht spezifisch sein. Weil Hummeln mit zu den wichtigsten Bestäubern gehören, empfiehlt sich als Umgebung der eigene Garten mit vielen Pflanzen und Blüten. Erfahrungsgemäß siedeln sich nur in einem Viertel der Hummelkästen diese Insekten tatsächlich an. Sie müssen demzufolge schon mehr tun, als nur einen Hummelkasten zu bauen und hinzustellen oder aufzuhängen.

Die Motivation der Hummeln ist ein wichtiges Kriterium für den Neubezug der künstlich geschaffenen Heimat. Ein prächtiger Garten mit vielen Blüten macht hier Sinn. Oder Sie überlisten die Tiere einfach. Hummeln suchen ganz gerne ein Erdloch im Boden. Lehnen Sie einfach ein schmales Brett schräg an das Hummelhaus. Die Tiere folgen dem Brett und finden so den Eingang des Hummelhotels.

Oder Sie täuschen ein verlassenes Mauseloch vor, indem Sie einen Gartenschlauch vergraben, wo nur die Öffnung aus dem Erdreich zeigt. Mit ein wenig Moos am Rande des Gartenschlauchs, schaffen Sie den perfekten Schein. Wenn der Schlauch mit dem Eingang vom Hummelkasten verbunden ist, finden die Tiere nun schnell den Weg in ihre neue Heimat. Allerdings sollte die Distanz zwischen Gartenschlauch und Hummelkasten nicht länger wie einen Meter sein. Prinzipiell ist die Kombination aus natürlicher und blütenreicher Umgebung und ein wenig List die perfekte Möglichkeit, Hummeln anzulocken und somit die Besiedlung im Hummelhaus zu beschleunigen. Das perfekte Hummelhotel kaufen Sie hier!

 

Kann ein Hummelkasten öfter verwendet werden?

So reinigt man angemessen ein HummelhotelEine Information im Vorfeld: Die Hummel-Population stirbt jedes Jahr ab. Danach sollte der Hummelkasten gründlich gesäubert werden. Spätestens im März tauchen die nächsten Tiere wieder auf und wünschen sich natürlich ein sauberes und möglichst natürliches Umfeld. Einige Rassen, wie die Steinhummeln oder Gartenhummeln, kehren sogar an ihren Geburtsort zurück. Die neuen Königinnen aus der letzten Saison, haben oftmals diese Eigenschaft. Allerdings bevölkern mehrere Staatsoberhäupter niemals den selben Nistplatz. Es macht also durchaus Sinn, gleich mehrere Hummelkästen aufzubauen. Aber nicht ohne sie zu reinigen!